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Warum schreibe ich meine Geschichte....?      

Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiss, wie Wolken schmecken 

 

" Das Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. "Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch noch dazu...."                  (Hans-Christian Andersen)  

Ja, warum schreibe ich diese Geschichte ? Meine Bekannte, die liebe Seele Karin, hat mich nach dem Zweck dieser Geschichte gefragt. Ich bin darüber sehr verblüfft ! Diese Frage habe ich mir nie gestellt. Ich habe irgendwann diesen Wunsch in mir entdeckt und ihn mit ein paar Menschen in meiner Umgebung besprochen. Das Echo war durchaus positiv und so legte ich einfach los. Im wahrsten Sinn des Wortes   

Ich habe nicht einen Moment über den Sinn und Zweck dieser Sache nachgedacht. Aber ein paar Anmerkungen schrieb ich zu Beginn ja schon auf diese Seite. Ihr lest sie weiter unten. Karin will nun wissen, ob ich helfen will.... ?  Mmmhhh !? 

Welchem Zweck dient meine Lebens-Geschichte denn nun wirklich ? Will ich helfen ? Oder aufzeigen, Beispiele geben, bewusst machen ? Muss die Erzählung einer Lebens-Geschichte einen Zweck haben ? Welchen Zweck haben Erzählungen überhaupt ? 

Es sind eine Menge Fragen, die mich sehr bewegen. Und ich sage Karin an dieser Stelle: " Danke, dass du gefragt hast " . Es ist gut möglich, dass ihr sie auch stellt. Darum greife ich diese Frage als Erste jetzt auf: 

Ich bin 62 Jahre " jung ", also frühes Mittelalter ! Und habe diese 62 Lebensjahre, wie ihr aus dieser Gesamt-Erzählung erlest, keineswegs  " wie auf Rosen gebettet " erlebt. Heftigste Stürme, steilste Höhen und angsteinflössende Tiefen habe ich ausgehalten und oft gedacht, dass es nicht weiter geht. Besonders in der Depressions-Phase.

Aber, um mit den Worten meiner Mutti zu sprechen: " Die Welt bleibt nicht stehen, die dreht sich weiter, egal, was dir passiert. Denke immer daran ". Danke Mutti !  

Ich hab` stets meine Träume nach einem, irgendwie " besseren Leben ", in mir getragen. Trotz aller Verletzungen, aller Enttäuschungen, aller zerplatzen Seifenblasen. Ich wusste ganz unbeirrbar, dass eines Tages ein Leben auf mich wartet, dass nur noch aus Lachen, Singen, Tanzen, Sonnenschein, Freude, Abenteuer und Überraschungen besteht. Alle Tränen sind dann ausgeweint. Und wie auf Regen der Sonnenschein folgt, so lebe ich nur noch in der Sonne. Alle Schatten haben dann keine Macht mehr über mich. 

Ich schreibe diese Geschichte, weil mein " besseres Leben " für mich jetzt begonnen hat. Um mit Henry,s Worten zu sprechen: "Dein Leben hat alle seine Schrecken verloren...." und das stimmt. Ich habe durch die gelernten Übungen meine Angst auf ein natürliches Mass reduziert. Ich bin mit Wohlbehagen wieder unter Menschen. Ob bekannt oder unbekannt.

Ich liebe mein Leben. Und ich liebe mich. Darum ist diese ganze Schmetterlings-Lebens-Geschichte eine Liebeserklärung an mich und zwar in geschriebener Form. Ja, dies ist wirklich  ein Liebesbrief an mich selbst    

Und dann noch...       Um bewusst zu machen...

Was?                         Das Leben...,       um ein Beispiel zu geben...

Wofür ?                     Für eine Art, das Leben lernend zu entdecken und zu verstehen...

Warum ?                   Um Möglichkeiten aufzuzeigen ...    Mut zu machen...

Wozu ?                       Euren eigenen, ganz individuellen Weg noch bewusster zu gehen !  Einfach mal Pfadfinder sein !  Es wagen, ganz neue Wege zu finden !  Vollkommen neue Dinge auszuprobieren.... so frei nach dem Motto:  Was wäre, wenn... ? Und dabei ganz neue Fähigkeiten in euch zu entdecken ! Dass ihr euren Wünschen folgt und ganz fest an euch glaubt !  

Und dann eines Tages entdeckt, dass dieses Leben ein herrliches Abenteuer ist... ! 

Und, auf diesem Weg, eure Liebe im Leben findet. Egal in welcher Form, Farbe, Gestalt, Verkleidung oder Rolle ! 

So wie ich das Tauchen ausprobierte. Und diese wundervolle Fähigkeit in mir entdeckte. Auch ein Kindheitstraum von mir. Und so ganz nebenbei habe ich dann noch meine Ängste überwunden. Hatte bis dahin schon einige Panikattacken. Mehr davon auf der Extra-Seite !  

           

Bevor ich diese Schmetterlings-Lebens-Geschichte begann, hatte ich den groben Umriss ganz schnell im Kopf. Vollständig. Wie eine Art Hohlgerüst, deren Zwischenräume ich mit jeder fertiggestellten Seite mehr und mehr ausfüllte. Während des Schreibens wurden mir immer mehr Zusammenhänge bewusst. End-deckte ich mehr und mehr, wie alles in meinem Leben miteinander verflochten ist   

Das ist eine interessante End-deckung. So deutlich konnte ich das nie zuvor erkennen. Vielleicht haben wir auch ganz am Schluss erst den vollständigen Überblick. Wenn sich alles zu einem Ganzen fügt. Ich fühle eine tiefe Zufriedenheit. So, als ob ich Ordnung geschaffen habe.....

 

Karin hat mich nach dem Zweck dieser Geschichte gefragt. Der, für mich, Wichtigste steht oben, rot angemarkert. Inzwischen sind noch einige dazugekommen: Orientierung für mein eigenes Leben, Antworten auf Fragen, die ich mein Leben lang mit mir herumgetragen habe. Erst alles zusammengenommen ergibt einen Sinn. Für mich jedenfalls  

Zudem glaube ich, (der Glaube... achja, kommt noch) dass alle Geschichten einen Zweck haben. Sie wollen etwas vermitteln: Bilder, Möglichkeiten, Wege, Lösungen, Aktivitäten, Handlungen, Verhaltensweisen, Antworten. Alles, womit ein Menschenleben ausgefüllt werden kann. Dabei ist die Vielfältigkeit oberstes Gebot, damit sich jeder Mensch das, für ihn, Passende heraussuchen kann   

Insofern beantworte ich hier Karin`s Frage, ob ich helfen will ?  Ja, will ich !!Aber " eben etwas anders ".  Ich möchte stubsen, rütteln, irritieren, verunsichern, Zweifel säen..... ! Ja, ich möchte, dass ihr Infrage stellt ! Ich möchte, dass ihr euch eurer Haltepflöcke aus der Kindheit bewusst werdet. Dass ihr beginnt, sie zu lockern. Dass ihr euch eurer Stärke bewusst werdet. Dass ihr euren wahren Wert erkennt   

Der Glaube kann ein ganz hartnäckiger Haltepflock sein. Ihr stärkt ihn teilweise selbst. Indem ihr euer Scheitern in der Kindheit als Erwachsener immer wieder bestätigt: " Ich kann das nicht " ! 

Auch euer Glaube ist ein Beurteilungs-Bewertungs-Glaube. Der hat niemals Gültigkeit bis in alle Ewigkeiten. Ihr könnt ihn jederzeit erschüttern.... ihr müsst es nur wollen. Jeder kann alles lernen, er muss es nur ganz fest wollen. ( Spruch meiner Mutti...) 

      

Ihr wundert euch vielleicht, dass ich so oft meine Mutti erwähne, obwohl sie grossen Anteil an den Problemen in meinem Leben hat. Als ich beschloss, Frieden in mir zu schaffen, fragte ich, wie das möglich ist ?  Ich kam ganz bald zu der Antwort: Ja, ohne Zweifel. Indem ich annehme, was auch immer geschehen ist und indem ich vergebe ! 

Dazu ist erforderlich, dass ich den Sinn hinter all` den Geschehnissen erkenne. Warum musste das alles so eintreten ? Der wurde immer deutlicher, je weiter ich mit meiner Geschichte kam: Wenn andere Ereignisse mein Leben gelenkt hätten, wann und wie hätte ich die Möglichkeit bekommen, all` diesen wunderbaren Menschen zu begegnen, die mein Leben so reich gemacht haben ? Die da waren, als ich sie um Hilfe gebeten habe. Die mein Leben mit gestalteten und selbst belohnt wurden, indem ich die Freude über meine Fortschritte mit ihnen teilte  

Wenn ich also andere Eltern bekommen hätte, schriebe ich heute keine wunderbaren Erkenntnisse. Ich habe das alles so gewollt !!! Denn ich bin heute stärker, denn je. Aber nur, weil ich mich diesen Prüfungen stellte. Nur wenn das Leben Anforderungen an uns stellt, sind wir fähig zu wachsen. Werden wir gefordert und besinnen uns auf unsere Fähigkeiten. Und ich füge noch dazu: Wir wünschen uns, ohne uns dessen bewusst zu sein, den Anforderungen unserer Eltern gerecht zu werden  

Ich habe meiner Mutter, meiner Patentante und dem alten Opa vergeben. Und durfte nun auch mir vergeben. Vielleicht ist der Frieden, den ich heute in mir spüre, die Belohnung für meine Bereitwilligkeit. Ich danke an dieser Stelle auch meinen Eltern für alle Lernmöglichkeiten, die sie mir zur Verfügung stellten. Sie waren gespickt, mit unangenehmen Gefühlen. Aber auch die wollen erfahren werden. 

Ich liebe meine Eltern, auch wenn ich fast mein Leben lang gegen sie rebellierte. 

Aber das ist letzten Endes der Beweis. Wenn mir jemand wirklich gleichgültig ist, habe ich kein Gefühl für ihn. Ich verwende keinen einzigen Gedanken, geschweige denn, ein Gefühl an ihn.

Darum ist alles, was geschieht, eine Art von Liebe !  In jeglicher Form, Farbe, Verpackung, Verkleidung. Auch Hass hat seinen Ursprung in der Liebe. Er ist halt ihr Schatten. 

      

Auch die Hinweise aus der Zukunft möchte ich hier noch einmal aufgreifen. In meinem Leben hat es zu jeder Zeit genügend Hinweise gegeben. Ich weigerte mich, sie zu sehen. Ich war mit meinem Alltag beschäftigt. Mit meinem Ego, meinem Dickkopf, meinem rebellischen Willen. Ich wollte siegen, in allen Situationen, die mir begegneten. Darum übersah ich die Zeichen.  

Heute ist mir aber auch bewusst, dass jedes Zeichen aus der Zukunft eine Frage ist: Willst du diesen Weg wirklich weitergehen ? Mach dir Gedanken, was geschehen kann. Sieh genau hin. Willst du das wirklich ? Ja, und wie ich wollte !!!  Ich bin ein Rebell ! 

Ich schreibe:  Das ist eine Reise zu mir !  Die ganze Zeit hat mich die Frage begleitet, wie weit kommst du mit deiner Rebellion ? Ganz ehrlich: Ich bin zufrieden. Das sind herrliche Herausforderungen und die Ergebnisse haben mir bis jetzt gefallen. Häufig anders als gedacht und geplant...., aber

lebendig ohne Gleichen und noch lange nicht am Ende.....,  Abenteuer pur !!!

Werdet  lebendig und end-deckt euch selbst, auf eurem Weg ins Leben...              

 

 

  

     

 

                         

 

 

 

 

                                        

 

 Wer Schmetterlinge lachen hört

Wer Schmetterlinge lachen hört
Der weiß, wie Wolken schmecken,

der wird im Mondenschein
ungestört von Furcht
die Welt entdecken.


Der wird zur Pflanze, wenn er will
zum Tier, zum Narr, zum Weisen
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Der weiß, dass er nichts, weiß,
wie alle anderen auch nichts wissen,
nur weiß er, was die anderen
und auch er noch lernen müssen.

Wer sich in fremde Ufer spürt
Und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich
ungestört von Furcht
sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
Seiner selbst blickt er hinauf.
Den Kampf mit seiner Unterwelt
Nimmt er gelassen auf.


Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,

der wird im Mondenschein
ungestört von Furcht
die Nacht entdecken.

Wer mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine Erben.

 

 

Mein Bekenntnis zur Selbstachtung 

ICH bin ICH

 

Auf der ganzen Welt gibt es niemanden, der genauso ist wie ICH. Manche Menschen gleichen mir in einiger Hinsicht, doch niemand ist ganz genauso wie ICH. Deshalb ist alles, was ich hervorbringe, völlig authentisch mein Eigenes, denn ich alleine habe entschieden, dass es so ist, wie es ist. 

Alles an mir gehört mir:

Mein Körper und alles, was er tut;

Mein Geist und all seine Gedanken und Ideen;

Meine Augen und alle Bilder, die sie schauen;

Meine Gefühle, welche es auch sein mögen: Wut, Freude, Frustration, Liebe, Enttäuschung und Erregung;

Mein Mund und alle Worte; die er hervorbringt: höfliche, angenehme und harte, zutreffende und unzutreffende; und alles was ich tue, ob es sich auf andere oder mich selbst bezieht.

Meine Phantasien, Träume, Hoffnungen und Ängste gehören mir.

Meine Siege und erfolge gehören mir ebenso wie meine Misserfolge und Fehler. 

Weil alles an mir mir gehört, kann ICH mich mit allem völlig vertraut machen.

Indem ICH dies tue, bin ICH liebevoll und freundlich allen meinen Anteilen gegenüber und kann so mit meinem ganzen SEIN zu meinem eigenen Besten wirken. 

Mir ist klar, dass gewisse Aspekte meiner Existenz mich verwirren und dass ICH andere gar nicht kenne. Doch solange ICH freundlich und liebevoll mit mir selbst umgehe, kann ICH mutig und hoffnungsvoll nach Lösungen für die Rätsel  meiner Existenz suchen und nach Möglichkeiten, die mir helfen, mehr über mich selbst herauszufinden.

Wie auch immer ICH aussehe und klinge, was auch immer ICH sage und tue und alles, was ICH in einem bestimmten Augenblick denke und fühle, all dies bin ICH. Es ist authentisch und bringt zum Ausdruck, wo ICH mich zum betreffenden Zeitpunkt befinde.

Wenn ICH später überdenke, wie ICH ausgesehen und geklungen habe, was ICH gesagt und getan habe und wie ICH gefühlt und gedacht habe, so mag mir einiges vielleicht nachträglich unpassend oder unangemessen erscheinen. ICH kann das, was ICH als ungeeignet erkannt habe, fallenlassen, das Bewährte beibehalten und etwas Neues erfinden, das an die Stelle des Aufgegebenen tritt.

ICH kann sehen, hören, fühlen, sprechen und handeln. ICH bin in der Lage zu überleben, anderen nahe zu sein, produktiv zu sein und die Welt der Menschen und Dinge um mich herum in einem sinnvollen und geordneten Zusammenhang zu erleben.

ICH gehöre mir und kann mich deshalb auch selbst steuern.

ICH bin ICH und ICH bin o.k. 

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